Ein Gedanke aus der Bibel begleitet mich seit Anfang Jahr: Als das Volk Israel unter der grausamen Versklavung in Ägypten litt, schrien sie zu Gott. Gott hörte ihr Schreien und erinnerte sich an seinen Bund mit Abraham. Er sah das Volk Israel und wusste um ihre Not. Das steht im Alten Testament und jetzt machen wir einen Sprung ins Neue Testament zu Jesus, der mit seinen Freunden auf einem Boot unterwegs war. Plötzlich kam ein Sturm auf – und Jesus schlief. Seine Freunde weckten ihn und Jesus redete zum Wind und zu den Wellen und es wurde still.
Bevor Jesus die stürmischen Wellen auf dem See stillte, warfen ihm seine Freunde vor: Ist es dir egal, dass wir in diesem Sturm umkommen? So tönt es manchmal auch aus meinem Mund. Und Jesus sagt, was er immer sagt: Friede! Sei still! Er redet zum Sturm, dann aber auch zu mir: Warum hast du solche Angst? Glaubst du nicht? Glaubst du immer noch nicht? Touché.
So. Ich bin mir nicht ganz sicher, was diese zwei Begebenheiten mit einander zu tun haben, aber sie sprechen ganz stark in mein Leben rein. Gleich nach dem Satz im Alten Testament „er wusste um ihre Not“ handelt Gott. Er greift ein und führt das ganze Volk aus dieser schrecklichen Versklavung in die Freiheit. Und auch in der Begebenheit im Neuen Testament handelt Gott. Jesus spricht zu dem Sturm, der sich legt.
Manchmal fühle ich mich gefangen in den Verletzungen und Muster der Vergangenheit, manchmal fühle ich mich wie im Sturm – und ich weiss nie so genau, ob mein kleines Lebensboot jetzt untergehen wird oder nicht. Aber ich glaube an einen grossen und gütigen, einen liebevollen und allmächtigen Gott, der alles im Griff hat. Er hat Völker im Griff, genauso wie mein kleines Lebensboot. Und zu wissen, dass er ein handelnder Gott ist, gibt mir unglaubliche Hoffnung. Immer wieder.
schöner Text, gute Gedanken.
Merci!
LG, Thomas
Danke, Thomas.