Ein Abendgebet in zwei Teilen

Erster Teil meines Gebets:

„Vater im Himmel, ich fühle mich verloren, nicht geerdet, nicht verbunden, weder mit dir, noch mit den Menschen um mich herum, und mit mir selbst schon gar nicht. Ich habe mir in den letzten Tagen keine Ruhe mit dir gegönnt und jetzt fühle ich mich, als hätte ich mich nur von Snacks ernährt und keine vernünftige Mahlzeit gegessen. Ich fühle mich schwach und komisch. Und heute bin ich ganz allein selber daran schuld. Super.“

(20 Minuten später; den Kindern habe ich schon Gute Nacht gesagt)

Kaum nehme ich mir in der Ruhe des frisch gestrichenen und noch aufgeräumten Wohnzimmers Zeit im Liebesbrief meines himmlischen Vaters zu lesen, tauchen Fragen und Gedanken in meinem Kopf auf. Gute Fragen und gute Gedanken. Jetzt macht sich ein breites Lächeln auf meinem Gesicht breit. Das ist es was ich mag: Denken, Antworten suchen und dann das ganze in Worte zu kleiden.

Zweiter Teil meines Gebets:

„Ich danke dir, lieber Vater, für diesen Moment, für das Geschenk des Denkens und die Fähigkeit Gedanken in Worte zu kleiden. Ich liebe dich, Vater, und geh jetzt schlafen.“

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